3 Jahre hrspecs., 1 Fokus - Meine Leidenschaft ist Active Sourcing!

Als ich mich selbständig gemacht habe, dachte ich: „Nach drei Jahren hast du’s geschafft.“ Und tatsächlich fühlt es sich jetzt, drei Jahre später, exakt so an, auch wenn die vergangenen Monate speziell waren. Ich habe die Zeit genutzt, um meine Vision weiter zu verfolgen und mich noch stärker auf Active Sourcing zu fokussieren. Warum und wie, darüber möchte ich in diesem Blogbeitrag berichten – und darüber, wie erfrischend es ist, Neues auszuprobieren!

Alles auf eine Karte

Als sich die Pandemie anbahnte, war für mich schnell klar, dass ich mich ganz auf Active Sourcing fokussieren werde. Denn es sind die Menschen, die sich ihr Unternehmen aussuchen, und nicht umgekehrt. Mit Active Sourcing finde ich Kandidat*innen für meine Kunden, die nie selbst auf die Idee gekommen wären, sich bei ihnen zu bewerben – ein riesiger Benefit, nicht nur in Krisenzeiten!

Als Angestellte habe ich selbst die Erfahrung gemacht, wie wichtig es ist, dass das Unternehmen zu einem passt. Ich habe mich selbstständig gemacht, weil es im Angestelltenverhältnis nicht möglich war, meinen Beruf so auszuüben, wie es für mich stimmig ist. Mir fehlte die Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit, Arbeitsort und die eigenen Aufgaben – also das, was ein Job unbedingt haben muss, damit er meinen Bedürfnissen entspricht und ich sie mit denen meiner Familie verbinden kann.

Als Selbstständige mache ich meine eigenen Regeln.

Dazu zählt auch, dass ich mich nicht auf eine bestimmte Branche festlege. Wenn es darum geht, wichtige Stellen zu besetzen, reicht es schließlich nicht, irgendjemanden zu finden: Es muss diese eine, richtige Person sein. Und da kommt es allein darauf an, ob man die Skills für die Suche hat – nicht, wie lange man schon in den gleichen Gewässern fischt.

Gleichzeitig gibt es keine Kompromisse mehr, was die Zielgruppe betrifft: Ich arbeite nur noch mit Kunden zusammen, bei denen die Chemie zu 100 % stimmt. Das kann bedeuten, dass Anfragen abgelehnt werden. Aber letztlich profitieren alle davon.

Mein Weg zum Master Sourcer

Zunächst habe ich mich zum „Digital Recruiter“ weitergebildet und mein Wissen nicht nur im Bereich Active Sourcing, sondern auch im operativen Recruiting, HR-Marketing und Employer Branding weiter vertieft – das ganze Spektrum. 

Anschließend absolvierte ich den Kurs „Active Sourcing für Fortgeschrittene“ und hatte das Glück, dass genau zur richtigen Zeit die allererste „Masterclass Talent Sourcing“ von intercessio startete, die unglaublich wertvoll war. Ich lernte, wie welche Suchmaschine tickt, wie man sie überlisten kann und wie eine wertschätzende Ansprache gelingt. Im November 2020 machte ich die Prüfung und kann mich jetzt mit Stolz „Master Sourcer“ nennen.

Fokussierung und Positionierung gehen Hand in Hand

Wer sich der eigenen Sache sicher ist, strahlt das aus und kann sich positionieren. Inzwischen habe ich keine Angst mehr, mich zu zeigen. Ich mache es einfach und stelle fest, dass es so viel Spaß macht! So kommt es, dass ich im vergangenen Jahr viel Neues ausprobiert habe:

  • Im Mai 2020 habe ich mein erstes Online-Seminar „Active Sourcing für Anfänger*innen“ gegeben.
  • Meine Sichtbarkeit führte zu einer Anfrage von HeavenHR für ein gemeinsames Online-Event: „Active Sourcing für Fortgeschrittene“.
  • Außerdem habe ich zum ersten Mal beim Sourcing Summit auf der Bühne gestanden und spontan zugesagt, die Co-Moderation zu übernehmen.
  • Gerade habe ich an der FH Brandenburg meine erste Vorlesung zu meinem Lieblingsthema Active Sourcing gehalten.
  • Und dann wären da noch diverse Podcasts und HR-Talks  wie z.B. #keineHRalleinzuhause die HR Digital Drinks und Femme Famos

Active Sourcing + New Work + Female Empowerment

So wichtig es ist, sich zu fokussieren: Ich schaue immer auch über den Tellerrand. Es sind vor allem zwei Themen, die mir ans Herz gewachsen sind: „New Work“ und „Female Empowerment“ – deshalb engagiere ich mich in dem neuen HR-Frauennetzwerk #FemaleHRexcellence. Ich entdecke immer mehr, wie alles zusammenhängt, und habe es für das „Rock’n’Raise Festival“ in einem Video zusammengeführt. Der Titel: „Weibliche Personalressourcen und individuelle Arbeitsmodelle“. Dass ich da draußen mit diesen Themen wahrgenommen werde, zeigt nicht zuletzt der „Gründer des Jahres“-Award: Ganz überraschend wurde ich in der Kategorie „Female Empowerment“ nominiert.

Wohin mich diese Reise führen wird, weiß ich noch nicht. Aber ich weiß, dass ich auf genau dem richtigen Weg bin. Das ist es auch, was ich meinen Leser*innen mitgeben möchte: Glaubt an euch, wenn Ihr eine Idee habt, für die Ihr brennt! Manchmal ist es schwierig durchzuhalten – aber mit der richtigen Vision klappt es. Mein Motto für 2021: „We do not grow when things are easy. We grow when we face challenges.” Ich freue mich darauf!